Vor einer Stunde in der Wohnung angekommen, war schon alles fertig. A. hockte allein in ihrem Zimmer, alles stand bereits an seinem Platz und ich wurde mit „Ah, Katja du bist da. Endlich bin ich nicht mehr allein.“ begrüßt. Kleines solidarisches Gespräch, wie der Umzug so verlaufen ist und nun sitzt jeder in Ruhe in seinem Zimmer. Das lief ja nun besser, als ich gedacht hatte. Nur ihre Anspielungen, sie fühle sich, wenn niemand weiter in der Wohnung ist, allein und ich solle doch öfters hier sein, habe ich jetzt einfach mal überhört.
Aber mein Mitbewohner hat mir meine Salatschüssel geklaut, obwohl ich die von einer Kommilitonin zur Einweihung bekommen habe. Gut, zu dem Zeitpunkt war es auch seine, aber ich habe eher einen Draht zu dieser Kommilitonin und außerdem meinte er, ich könne sie behalten. :argh:
Morgen geht’s auf den Hamburger Dom, da Mitbewohnerin A. Geburtstag hat und wir sie ja schlecht allein in der Wohnung rumsitzen lassen können.
Denn abends fahre ich wieder zu meinem Freund, wie soll es auch anders sein…
Irgendwie ist es komisch zu sehen, wie die beiden jetzt alles in Kisten verpacken und stapeln. Wenn ich daran denke, dass sie ab nächster Woche in einer gemeinsamen Wohnung wohnen, macht mich das wirklich ziemlich neidisch. Dieses WG-Leben geht mir momentan so richtig auf den Geist, ganz ehrlich.
Mein Freund und ich müssen uns leider noch bis nächstes Jahr gedulden, bis wir uns nach etwas Gemeinsamen umsehen können. Erstmal muss seine Ausbildung geschafft und ein guter Job gefunden werden. Und da ich wohl die Ungeduld in Person bin, kommt mir das noch wie eine halbe Ewigkeit vor. :angst:
Naja jetzt heißt es erstmal Sachen nachkaufen, die die beiden Sonntag mitnehmen werden. Toaster, Telefon, Badregal, …
Jetzt ist alles unter Dach und Fach. Kommenden Sonntag ziehen Nochmitbewohner E. und seine Freundin aus und Neumitbewohnerin A. bei mir ein. Mit dem Vermieter ist alles geklärt und nun hoffe ich, dass am Wochenende alles klappt und sich die Einräumer nicht mit den Ausräumern in die Haare kriegen. Ich halt mich ganz gekonnt raus und fahre erst Spätnachmittags hin, um A. zu begrüßen, ihr ein wenig beim Einräumen zu helfen und um sie a) in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung und b) in der Nacht zu ihrem Geburtstag nicht allein zu lassen.
Ich bin ja sowas von sozial.
Mein Auto ist jetzt übrigens in der Werkstatt. Ich hoffe, es geht ihm bald wieder besser und es wird nicht ganz so teuer. :angst:
So, das Problem von letztens ist wohl so gut wie gelöst. Nächstes Wochenende ziehen E. und A. aus und A.² gleichzeitig ein, d.h. ich werde keine Probleme mit den Kosten haben.
Allerdings bereue ich wohl jetzt schon meine Wahl der neuen Mitbewohnerin. Sie stellt sich das so vor, dass wir wohl jeden Abend, an dem ich hier bin, zusammen kochen, fernsehen oder (Zitat) „einen Spieleabend machen“ werden. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.
Klar, ich mag sie, wir können gern mal kochen oder sowas in der Art, aber ich bin halt eher der Typ, der abends in seinem Kämmerlein am PC sitzt und seine Lieblingsserien schaut. Eben allein.
Klingt jetzt sehr nach Zweck-WG, aber so bin ich nun mal. Absagen kann ich ihr auch nicht mehr. Also heißt es abwarten und hoffen, dass das gut geht mit uns beiden.