Kinder können ja solche Bakterienschleudern sein. Dominic und Philipp, die ihre Schnodder am Ärmel abwischen, Simon, der halb verreckend hustend ohne Hand vorm Mund durchs Klassenzimmer läuft und Moritz, der einem fast ins Gesicht niest. Und was haben wir davon? Fünf erschlagende Praktikantinnen, die um ihre Gesundheit gebracht wurden. Und an den anderen Schulen sieht’s bei den restlichen Studenten nicht anders aus. Aber wie soll das Immunsystem auch arbeiten können, wenn man auf einmal jeden Tag in der Woche um 6 Uhr aufstehen muss und erst 8 Stunden später wieder zu Hause ist?
Das Unileben bereitet mich wirklich schlecht aufs Leben vor!
Nun habe ich zwar wieder so richtiges Internet, aber liege jetzt mit Erkältung im Bett. So richtig eklig mit angeschwollenen Augen, Dauerrotze und so. Nur damit ihr nicht denkt, dass ich meinen Blog schon wieder vernachlässige und nur zu faul bin, mich zu melden. Aber ich widme mich jetzt lieber wieder den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Meinem Tee und meinem Bett. Und vielleicht dem TV..
Ich hätte echt nicht gedacht, dass ich + 2°C mal als relativ mild und angenehm empfinden würde.
Und das sogar nur mit zwei Paar Strümpfen anstatt meiner Wollstrumpfhose mit einem Paar Socken drüber und mit nur zwei anstatt drei Schichten unter meiner Winterjacke.
Aber ich werde wohl oder übel krank. Ich bin mit Kopfschmerzen und Schnupfnase aufgewacht und habe mittlerweile auch leicht brennende Augen. Und warum das Ganze? Weil Kommilitonin M. ja unbedingt mit ihrer fetten Mandelentzündung zur Uni kommen musste und ich blöderweise auch zwei Vorlesungen lang neben ihr saß. Danke!
Trotzdem versuche ich das Schlimmste aufzuhalten und treffe schon ein paar Vorsorgungen, wie z.B. einsalben oder fleißig Tee trinken. Ich kann es mir einen Monat vor den Prüfungen einfach nicht leisten, im Bett zu bleiben.
Drückt mir die Daumen, dass es nur Müdigkeitserscheinungen oder derartiges sind.
Ich mach mir mal den nächsten Tee.
Mein Freund war so lieb und hat mich angesteckt, daher werde ich die nächsten Tage wohl entweder im Bett rumlungern oder „Bis(s) zum Morgengrauen“ anfangen zu lesen. Ich hoffe, mein Vorrat an Taschentüchern reicht noch aus.
Aber das ist mal eine gute Gelegenheit meine neue Leseecke in meinem Zimmer auszutesten, denn dorthin mach ich mich gleich mal auf den Weg. Ich muss ja sehen, was meine Wohnung so ohne mich die letzte Woche getrieben hat.